Veränderung im Schützenwesen

NEZ vom 18. Juli 2018
NEZ vom 18. Juli 2018

NEZ vom 06. Juli 2018
NEZ vom 06. Juli 2018

Zukunft Schützenvereine

NEZ vom 15.07.2017


Schießsportgemeinschaft Nordholz und Wesermünde

jetzt bei den Soldatenkameradschaften 

Auszug aus der NEZ vom Donnerstag, 21.07.2016




Bericht der NEZ vom 04.06.2016

Schützen haben noch kein Urteil

KREIS CUXHAVEN. Mitgliederschwund, offener Rechtsstreit, Übertritte in Schießsport-gemeinschaften (SSG) bis hin zu Vereinsauflösungen – wie zuletzt der Schützenverein Spieka. Das Schützenwesen, speziell im Nordkreis, ist arg gebeutelt. Wie soll man als Sport- oder Traditionsschütze dabei eine ruhige Hand behalten?

 

Jürgen Wintjen, Präsident des Bezirksschützenverbandes Bremerhaven-Wesermünde, ist um Aufklärung bemüht. Im Rechtsstreit mit dem Nordwestdeutschen Schützenbund (NWDSB) ist die Entscheidung beim Landgericht vertagt worden. In der Auseinander-setzung geht es darum, ob die Aufnahme der Schießsportgemeinschaften im Bezirks-verband rechtens ist oder nicht.

 

Das Urteil soll am 20. Juni beim Oberlandesgericht in Celle gefällt werden. „Es sei denn, es gibt vorher eine gütliche Einigung zwischen unserem Bezirk und dem NWDSB außerhalb des Gerichtssaals“, erläutert Wintjen.

 

23 Vereine mit rund 3000 Mitgliedern aus dem damaligen Schützenkreis Wesermünde-Nord sind vor etwa zwei Jahren ausgetreten und haben dann die SSG Wesermünde und Nordholz gegründet. Der Zusammenschluss der beiden SSG mit 90 (Nordholz) beziehungsweise 350 Mitgliedern (Wesermünde) erfolgte von Sport- und Traditions-schützen mit unterschiedlicher Herkunft. „Mitglieder der SSG sind auch Inhaber von Waffenbesitzkarten“, betont Wintjen.

 

Sollte der Bezirksverband den Prozess in Celle verlieren, geht der Bezirkspräsident davon aus, dass die Schießsportgemeinschaften den Verband und damit auch den NWDSB und Deutschen Schützenbund (DSB) verlassen. „Danach könnten die Schießsport-gemeinschaften eine neue Heimat im Kyffhäuserbund (früher Verein ehemaliger Soldaten) finden. Das haben Vereine aus dem benachbarten Bezirk Elbe-Weser-Mündung bereits praktiziert.

 

Ein Grund für den Wechsel, so Jürgen Wintjen, sei zweifellos eine sehr günstige Beitragsregelung. Im Bezirk werden von Erwachsenen jährlich rund zehn Euro weitergegeben. Bei den Kyffhäusern liegt dieser Betrag unter vier Euro. Der Kyffhäuserbund ist nach dem Bundeswaffengesetz ein anerkannter Verband.

 

Somit können sowohl Sportschützen als auch Hobby- und Traditionsschützen den Schießsport dort ausüben. „An Landes- und Bundeswettbewerben, aber auch an Olympischen Spielen dürfen Kyffhäuser nicht teilnehmen“, macht Wintjen deutlich. (jm)

 

Quelle NEZ vom 04.06.2016

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Brief des DSB Präsidenten
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Schützenwesen ist immaterielles Kulturerbe


04.12.2015 – Das „Schützenwesen in Deutschland“

wird in das Bundesweite Verzeichnis des

immateriellen Kulturerbes aufgenommen.



Dies geht aus einem Schreiben des Vorsitzenden des Expertenkomitees Immaterielles Kulturerbe bei der Deutschen UNESCO-Kommission, Prof. Dr. Christoph Wulf, sowie des Generalsekretärs der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, Udo Michallik, hervor.


Die Eintragung schließt ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren erfolgreich ab, das der Deutsche Schützenbund (DSB) zuletzt gemeinsam mit der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS), dem Dachverband der konfessionell orientierten Schützenbruderschaften, betrieben hatte.


Das Expertenkomitee würdigt das „Schützenwesen in Deutschland“ als „Ausdruck lokal aktiver Kulturpraxis mit lebendiger Traditionspflege, die stark in örtliche Sozial- und Kulturmilieus eingebunden ist“, wie aus dem Schreiben hervorgeht. Es gebe „vielfältige Maßnahmen zur Weitergabe, unterschiedliche Formen der Jugendarbeit und eine aktive Pflege regionaler und europäischer Verbindungen.

Auch die Verpflichtung gegenüber sozialem Engagement und ziviler Kultur im Umgang mit Waffentechnik und Waffengebrauch sowie der integrative Charakter wurden hervorgehoben.“


„Ich freue mich sehr über diese großartige Anerkennung unserer Arbeit im Bereich Schützenbräuche und Tradition“, sagte DSB-Präsident Heinz-Helmut Fischer in einer ersten Stellungnahme.


„Die Wertschätzung, die mit dem Eintrag in das Bundesweite Verzeichnis verbunden ist, gilt natürlich in erster Linie unseren Mitgliedern in den Vereinen, die nicht nur sehr viel Herzblut investieren, um die alten, überlieferten Bräuche aktiv aufrecht zu erhalten und zu pflegen, sondern auch die Aufgeschlossenheit und Fantasie mitbringen, sie in Zeiten schnellen gesellschaftlichen und demografischen Wandels durch kreative Anwendung und Veränderung gerade auch der jungen Generation weiterzugeben und damit am Leben zu halten.“


Anerkannte Träger des kulturellen Erbes „Schützenwesen in Deutschland“ werden die 1,4 Millionen Mitglieder des Deutschen Schützenbundes, die Vertreter des rheinisch-westfälischsauerländischen Schützenwesens und die zum Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) gehörenden Vereinigungen sein.


Die Erstellung und stete Aktualisierung des quantitativ nicht begrenzten Bundesweiten Verzeichnisses ergibt sich aus dem 2003 von der UNESCO verabschiedeten „Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes“, dem Deutschland 2013 beigetreten ist. Unter „immateriellem Kulturerbe“ sind lebendige kulturelle Ausdrucksformen zu verstehen, die unmittelbar von menschlichem Wissen und Können getragen werden.


Sie sind Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist, vermitteln Identität und Kontinuität. Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben und fortwährend neu gestaltet. Zu den Ausdrucksformen gehören etwa Tanz, Theater, Musik und mündliche Überlieferungen wie auch Bräuche, Feste und Handwerkskünste. Die Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis ist eine „öffentlich sichtbare Anerkennung der kulturellen Ausdrucksform und ihrer Träger“, wie es in der Ausschreibung heißt.


Finanzielle Unterstützung ist damit nicht verbunden. Durch die Aufnahme in das Verzeichnis sollen die Bedeutung des lebendigen Kulturerbes und der einzelnen kulturellen Ausdrucksformen stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Das Verzeichnis soll außerdem eine Bestandsaufnahme darüber liefern, „welche immateriellen Schätze unser Land zu bieten hat“.


Auf der Liste standen bisher schon 27 Traditionen und Wissensformen, von den Oberammergauer Passionsspielen über den Rheinischen Karneval bis hin zur Deutschen Theater- und Orchesterlandschaft

Quelle: DSB.de

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Immaterielles Kulturerbe
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Nordsee Zeitung vom 16.12.2015                 


NWDSB legt Berufung gegen Landgerichtsurteil ein     siehe unten Bericht NEZ

 

Der Nordwestdeutsche Schützenbund e.V. (NWDSB) hat gegen das Urteil des Landgerichts Verden vom 09.09.2015 im Klageverfahren Bezirksschützenverband Bremerhaven-Wesermünde gegen Nordwestdeutscher Schützenbund e.V. beim Oberlandesgericht Celle Berufung eingelegt. (mehr)


Landesschützentag 2016 in Cuxhaven

Im Rahmen der Feierstunde ist es Tradition, dass die Stadt das NWDSB Banner vom Ausrichter übernimmt, wo der kommende Landesschützentag stattfindet.

Bürgermeister Hartmut Bloch (3.v.re.)  betonte bei der Übergabe, dass das Banner im letzten Jahr einen Ehrenplatz im Rehdens Rathaus gehabt habe. 

Cuxhavens 1. Bürgermeister  Albrecht Harten, (2.v.li.)  begleitet von Thomas Brunken

(1. v.li.)  Bezirkspräsidenten des Bezirksschützenverbandes Elbe-Weser-Mündung. Harten versicherte, dass man das Banner des NWDSB ebenfalls an einen Ehrenplatz im Rathaus aufstellen werde.  Er lud die Delegierten für das kommende Jahr nach Cuxhaven ein. 


Quelle Homepage NWDSB; Bericht und Foto Josef Rolfes (Pressewart NWDSB)

zum Bericht hier KLICKEN


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Auszug aus dem NWDSB Newsletter für die 45. Kalenderwoche 2014:

 

DELI Selsingen: Delegierte stimmen mit großer Mehrheit für die erforderlichen finanziellen Erfordernisse

 

Solidargemeinschaft ist nun gefordert

 

Nachdem man in Aurich einige Punkte von der Tagesordnung genommen mußten diese und zusätzliche Punkte von den Delegierten des Nordwestdeutschen Schützenbund bei der Delegiertenversammlung in Selsingen abgearbeitet und beraten  werden, wobei es eben auch  und   „heiße Themen“ gab. 

 

Auf der Delegierten-Tagung des Nordwestdeutschen Schützenbund (NWDSB) im „Selsinger Hof“ standen drei wichtigen Themen auf der Tagesordnung. So ging es um das Verhalten des NWDSB gegenüber dem Bezirksschützenverband Bremerhaven-Wesermünde, der Schießsportgemeinschaften (SSG) meldet und die bisher angemeldeten Vereine abmeldet. Ein weiterer wichtiger Punkt war das Schließen der Finanzierungslücke für den Bau des Landesleistungszentrums (LLZ) in Bassum.

 

Neben diesen beiden Themen bildete die Erhöhung des Beitrages für den NWSDB einen weiteren Schwerpunkt der Tagung. Der NWDSB besteht aus rund 1000 Schützenvereinen, die ca. 130000 Schützinnen und Schützen haben. Diese Vereine haben sich in Kreisverbänden zusammengeschlossen, die wiederum elf Bezirksschützenverbänden angehören.

 

Diese Bezirksschützenverbände hatten zahlreiche Delegierte nach Selsingen geschickt. Entsprechend ihrer Stärke durften insgesamt 182 Delegierte abstimmen, 170 waren anwesend. NWDSB-Präsident Jonny Otten meinte bei der Begrüßung: „Es ist hier heute ein wichtiger Tag für uns. Es geht um die Weiterentwicklung unseres Verbandes und die Stärkung des Schützenwesens.“ Nach der Erledigung der Regularien wurde Sportleiter Heinz Otten zum Versammlungsleiter gewählt. 

 

Zunächst beschäftigten sich die Delegierten mit der Aufnahme von Schießsportgemeinschaften in den NWDSB. Was ist passiert? Das NWDSB-Präsidium hat entschieden die Schießsportgemeinschaften nicht zu akzeptieren, da dies die Satzung nicht hergibt. Bei einer SSG bezahlen nur die Sportschützen. Die Vereine würden für ihre Mitglieder keinen Beitrag mehr zahlen.

 

Gegen diese Entscheidung klagte der Bezirksschützenverband Bremerhaven-Wesermünde. Die Klage, die dessen Präsident Jürgen Wintjen angestrebt hat, stieß bei der großen Mehrheit der Delegierten auf wenig Gegenliebe. Dabei kam zum Ausdruck, das selbst der Schützenverband aus Bremerhaven-Wesermünde nicht einheitlich der Meinung ist, Schießsportgemeinschaften aufzunehmen.

Tenor einer langen und lebhaft geführten Diskussion: der NWDSB ist eine Solidargemeinschaft in der Mehrheiten zu akzeptieren sind. Der Präsident des Bezirksschützenverbandes Elbe-Weser-Mündung, Thomas Brunken forderte die beiden Parteien auf, sich an einen Tisch zu setzen, vernünftig miteinander zureden, aber nicht gerichtlich gegeneinander vorzugehen.

 

Mit großer Mehrheit (127 Ja-Stimmen, 13 Nein-Stimmen und 30 Enthaltungen) bestätigten die Delegierten bei der Abstimmung, dass das Präsidium richtig gehandelt hat und den Sportschützen in den Gemeinschaften keine Wettkampfpässe ausstellte. Diese Entscheidung hat das Gericht anders gesehen und den NWDSB per einstweiliger Verfügung aufgefordert die Wettkampfpässe auszustellen. Gegen diese Entscheidung wird der NWDSB Berufung eingelegen. 

 

Ein weiteres „heißes Eisen“ bildete die Fertigstellung des Landes-Leistungs-Zentrums in Bassum. Schatzmeister Dierk Warnken machte deutlich, dass der Bau um rund 350.000 Euro durch zusätzliche Auflagen für den Brandschutz, Blitzschutz, zusätzlicher Lüftung und einiger nicht vorhersehbarer notwendiger Maßnahmen teurer wird.

 

Die Finanzierunglücke klafft auch deshalb, weil die Bank aus dem gewährten Kredit 156.000 Euro „eingefroren“ hat. Dieses Geld wird wieder freigegeben, wenn die Finanzierung der Restbaukosten zur Fertigstellung des LLZ sichergestellt ist. Dierk Warnken zu den Delegierten: „Wir haben das Projekt begonnen und wollen es auch gemeinsam fertig stellen.“


Es gehe nunmehr darum, die Beiträge der letzten drei Jahre von 2027 bis 2029 vorzuziehen. Das heißt, dass die Vereine von 2014 bis 2016 nunmehr drei Euro pro Mitglied für das LLZ zahlen. Auch hier folgte wieder eine lebhafte Diskussion und es gab auch kritische Anmerkungen wie „Wie mache ich das meinen Mitgliedern klar“ oder „Unser Verein kann das nicht bezahlen“.

 

Trotz Bedenken aus den Reihen der Vereine stimmte die große Mehrheit mit 125 Ja-Stimmen für die für drei Jahre zu zahlenden drei Euro pro Mitglied. Dierk Warnken nach der Abstimmung: „Ich denke diese Maßnahmen werden dazu beitragen, dass das Objekt im Jahre 2016 fertig gestellt ist.“

 

Und noch einmal erhitzte das Thema „Geld“ die Gemüter. Nachdem das Präsidium entlastet worden war, machte Schatzmeister Warnken auf die Geschäftsberichte der letzten beiden Jahre aufmerksam, die in beiden Fällen mit einem Minus abgeschlossen hätten. Zudem liege die letzte Beitragserhöhung 13 Jahre zurück. 

 

Derzeit gebe es eine Streichliste von 19000 Euro und weitere Ausgaben würden auf den Prüfstand kommen, kündigte der Schatzmeister an. Auch über ein Sponsoring-Konzept werde nachgedacht. Um wirtschaftlich wieder besser da zu stehen, schlug er eine Beitragserhöhung von einen Euro vor.

 

Der stellv. Schatzmeister Friedhelm Schäfer plädierte in diesem Zusammenhang sogar für eine Beitragserhöhung um zwei Euro, was aber mit großer Mehrheit der Delegierten abgelehnt wurde. 108 Delegierte stimmten dann für die Erhöhung um einen Euro, nach der die Vereine nun vier Euro pro Erwachsenem Mitglied an den NWDSB überweisen müssen.  

 

Auch wenn es sicher den Delegierten nicht immer leicht fiel, sie folgten mehrheitlich den Vorschlägen des Nordwestdeutschen Schützenbundes. So muß eben eine Solidargmeinschaft funktionieren, dann kann man gemeinsam die angestrebten Ziele erreichen.